Ausstellung / exhibition
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Innrain 41
A-6020 Innsbruck Tel. +43(0)512 563761 MI-FR 16 – 19 Uhr SA 10 – 12.30 Uhr |
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Innrain 41
A-6020 Innsbruck Tel. +43(0)512 563761 MI-FR 16 – 19 Uhr SA 10 – 12.30 Uhr |
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| 06.10.2012 | ORF Lange Nacht der Museen |
| 18 – 20 uhr | kinderprogramm: videoworkshop |
| 21:30 und 23:00 uhr | filmvorführung: österreichische animationsfilme (dauer: 30 min) |
| 25.10.2012 | |
| 19 uhr | finissage |
zur ausstellung:
metamorphose (griechisch μεταμόρφωσις (metamórphosis) = umgestaltung, umwandlung, verwandlung
>> künstlerbeschreibung – sabine groschup

Innsbruck – Dem Gesicht von Sabine Groschup begegnet man an beiden Ausstellungsorten. In der Galerie Nothburga u. a. in der Form eines gut eineinhalbminütigen Films, den die in Wien lebende Tiroler Künstlerin aus 90 von sich gemachten Standbildern montiert hat. Das Gesicht ist dasselbe, was wechselt, sind die Frisuren, die Farben des Lippenstifts, die Kleider, die Jahreszeiten, die Hintergründe. Und die Zeit rennt.
Ihre oft aus ungewöhnlichen Perspektiven fotografierten, bisweilen in Spiegelungen verschwimmenden Porträts sind auch die Basis von Bildern, die Groschup ins artdepot gehängt hat. In sie hat die Künstlerin mit gelben, weißen und schwarzen Fäden schemenhaft abstrahierte Figuren bzw. ein von ihr geschriebenes Gedicht gestickt. Da wie dort geht es letztlich um die Auseinandersetzung mit dem Tod, um die Präsenz von leiblich absenten, aber im Herzen weiterlebenden Menschen. Im artdepot zeigt außerdem Martina Tscherni in naturwissenschaftlicher Akribie daherkommende, maßstäblich aufgeblähte Zeichnungen fossiler Urformen. In der Nothburga ist dagegen Elisabeth Melkonyan die Partnerin Groschups, um in ihren Bildern und Objekten direkt auf diese Bezug zu nehmen, als Mensch wie als Künstlerin. (schlo)
Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 20.09.2012
Festival der Dichterinnen
Freitag, 19. Oktober 2012 Samstag, 20. Oktober 2012 Sonntag, 21. Oktober 2012
Uhr
Dichterinnen aus Genf, München, Wien:
Karin Fellner, Heike Fiedler, Andrea Heuser,
Sabina Lorenz, Tamara Ralis, Marion Steinfellner
Vortrag & Lesung:
Swantje Lichtenstein
Grußwort: Angelika Schulz, 1. Vorsitzende GEDOK
Lesung: Lyrikerinnen der GEDOK
Lesung und Gespräch:
Ilma Rakusa (CH) mit Pia-Elisabeth Leuschner
Performance mit Band:
Lydia Daher & Band
Workshop: Birgit Kempker (CH)
„Den Kopf schütteln und rütteln, die Nüsse auflesen,
knacken, essen, verschenken und pflanzen“
Vortrag: Dr. med. Felizitas Leitner,
„Heilen mit Gedichten“
Anton G. Leitner zeigt Poesie-Clips
Dichterinnen aus Augsburg, Berlin, Köln, München,
Zürich:
Lydia Daher, Ingrid Fichtner, Marle T. Martin,
Birgit Müller-Wieland, Gabriele Trinckler,
Sandra Trojan
Monacensia: Elisabeth Tworek, Vorstellung der Vor-
und Nachlässe von Dichterinnen aus dem Archiv
Dichterinnen aus der Schweiz:
Brigitte Fuchs, Sabina Naef, Leta Semadeni
Lesung und Gespräch:
Dorothea Grünzweig (FIN) mit Verena Nolte
Lesung und Gespräch:
Ruth Klüger (USA) mit Rachel Salamander
Dichterinnen aus Berlin, Duisburg, Leipzig:
Tanja Dückers, Martina Hefter, Ursula Teicher-Maier
Performance mit Band:
Augusta Laar & Kunst oder Unfall
Workshop: Birgit Kempker (CH)
„Den Kopf schütteln und rütteln, die Nüsse auflesen,
knacken, essen, verschenken und pflanzen“
Dichterinnen aus München:
Sarah Ines, Katharina Ponnier, Barbara Yurtdas
Schule für Dichtung Wien, Vorstellung und
Gespräch: Harriet Nachtmann
Lesung: Carina Nekolny, Judith Nika Pfeifer
Dichterinnen aus München:
Ursula Haas, Alma Larsen, Asta Scheib
Performance mit Band: Beißponymit Stephanie Müller & Laura Theis
Dichterinnen aus Berlin, Esslingen, Innsbruck,
Meran, Wien:
Anna Breitenbach, Sabine Gruber, Christine Huber,
Barbara Hundegger, Ingeborg Middendorf
Vortrag, Lesung, Gespräch:
Birgit Kempker (CH) mit Katrin Schuster
Abschlusslesung:
Marlene Streeruwitz (A)
Foyer / Lounge: Kunst-/ Textinstallation Sabine Groschup „Seefrau lass das Träumen und träume …“ (19. bis 21. Oktober)
Hier also treffen wir uns
weit, weit die Fläche
schachtelt sich
im Inneren des leeren
Holzschrankes wächst
ein ganzes Schigebiet heraus.
Also hier treffen wir uns.
Ich will morgen, Du bist jetzt da
Hier treffen wir uns
Sei nicht traurig
Sei nicht traurig
Hier bist Du tief vergraben, tief verwurzelt
Tief, tiefer
Seelen,
Seelchen, hier also bist Du
Tiefer, tiefer geht es nicht
Weint nicht das Seelchen
tiefer, tiefer im Herzgeflecht
poch, poch
Also hier bist Du.
Museum der Moderne > Ausstellungen > Aktuell >
Der 100. Geburtstag Philosophen, Literaten und Denkers John Cage wird heuer weltweit von zahlreichen Institutionen begangen. Das mit der Akademie der Künste, Berlin, konzipierten Ausstellung den Akzent auf das bildkünstlerische Schaffen des für die Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so einflussreichen „Allrounders“.
Trotz des bekannten Einflusses und der Hochachtung zahlreicher Zeitgenossen und KünstlerInnen jüngerer Generationen vor John Cage (1912-1992) sind seine Werke als bildender Künstler und sein Einfluss auf die bildende Kunst weitaus weniger bekannt als seine Musik. Die Ausstellung im nicht nur den bekannten Einfluss Cages, sondern insbesondere sein visuelles Werk im Kontext der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Sie wirft einen neuen Blick auf den Einfluss der europäischen Moderne auf Cage ebenso wie auf die gegenseitigen Anregungen von ihm maßgeblich beeinflusster KünstlerInnen über die Fluxus-Bewegung hinaus. Vereint werden medien- und klangkünstlerische Werke genauso wie Arbeiten auf Papier und Partituren von John Cage seit den 1930er Jahren mit Arbeiten seiner Anreger und Freunde – Marcel Duchamp, Richard Buckminster Fuller, Morris Graves, Nam June Paik, Robert Rauschenberg, Mark Tobey u.v.a.m. – und stellt damit kulturelle Wechselbeziehungen neu zur Diskussion, wie das Verhältnis zu Asien, Zen und White Writing (Mark Tobey), zur europäischen Kunst und Synästhesie, gleichermaßen wie zu Happening, Fluxus, Zero und zur Conceptual Art.
Ein besonderes Augenmerk liegt erstmals auf der Verbindung zwischen Cages bildkünstlerischer Entwicklung und den Aufbrüchen der klassischen Moderne in Europa, die er – kaum bekannt – aufmerksam verfolgt hat. Bereits als 22-jähriger erwarb er ein Bild von Alexej Jawlensky – mit einer Anzahlung von einem US Dollar! – und organisierte 1939 Ausstellungen von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Jawlensky – drei Künstlern der „Blue Four“, die ihm durch die deutschstämmige Kunstvermittlerin Galka Scheyer bekannt geworden waren Zentrale Werke von Jawlensky, Klee, László Moholy-Nagy sowie Anni und Josef Albers beleuchten die anregenden Impulse, die Cage durch die klassische Moderne und Künstlerkollegen während seiner Lehrtätigkeit an der „Chicago School of Design“ und am „Black Mountain College“ in North Carolina empfing.
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