Sabine Groschup

Ausstellung / exhibition

Innrain 41
A-6020 Innsbruck
Tel. +43(0)512 563761
MI-FR 16 – 19 Uhr
SA 10 – 12.30 Uhr

 

11.09. – 06.10. – Elisabeth Melkonyan & Sabine Groschup – Mixed Media
Die Galerie Nothburga lädt ein zur Ausstellung 

SABINE GROSCHUP      ELISABETH MELKONYAN

Malerei  Objekte  Film   Mixed Media

VERNISSAGE: Dienstag, 11. September 2012,  19 Uhr

ERÖFFNUNG:   Dr. Jolanda Trojer

DAUER DER AUSSTELLUNG:  12.09. – 06.10.2012

MI – FR: 16 – 19 UHR      SA: 11 – 13 Uhr

LANGE NACHT DER MUSEEN

SA 06.10.2012,  18 –  01 Uhr

Animationsfilme von James Clay u.a., halbstündlich

Im Spannungsfeld zwischen dem Eigenen und dem Fremden, den äußeren Einflüsse
und der inneren Befindlichkeit setzen Sabine Groschup und Elisabeth Melkonyan ihre

Erfahrungen und Ideen in ein künstlerisches Konzept um. Dabei wird ein Jahr des

Unterwegsseins (zu Hause und anderswo) in einem gegenseitigen Dialog bildnerisch

und medial realisiert.
Während Sabine Groschup durch das tägliche Fotografieren eines Motivs den stetigen Fluss

der Zeit erspürt und dies in einem Animationsfilm dokumentiert, lässt sich Elisabeth Melkonyan

von Landschaften und  Menschen inspirieren und transformiert sie in unterschiedlichste

Techniken, z.B.: Malerei, Druckgrafik, Objektkunst.  Dabei gibt es durchaus

Überschneidungspunkte, die sich in gemeinsam entstandenen Arbeiten zeigen. z.B.:

KUSSFLUSS,  eine Kaltnadelradierung auf Papier und Stoff von Elisabeth Melkonyan

nach einem Foto von Sabine Groschup.

Kussfluss © Elisabeth Melkonyan, 2012

Ausstellung / exhibition

ÖFFNUNGSZEITEN
mo-fr 11-18, do 11-20, sa 11-14
und nach vereinbarung
EINTRITT FREI!
06.10.2012 ORF Lange Nacht der Museen
18 – 20 uhr kinderprogramm: videoworkshop
21:30 und 23:00 uhr filmvorführung: österreichische animationsfilme (dauer: 30 min)
25.10.2012
19 uhr finissage

 

zur ausstellung:

metamorphose (griechisch μεταμόρφωσις (metamórphosis) = umgestaltung, umwandlung, verwandlung

>> künstlerbeschreibung – sabine groschup

>> künstlerbeschreibung – martian tscherni

>> flyer „meta morph“ (jpg, 776kb)

Rezension / review



Innsbruck – Dem Gesicht von Sabine Groschup begegnet man an beiden Ausstellungsorten. In der Galerie Nothburga u. a. in der Form eines gut eineinhalbminütigen Films, den die in Wien lebende Tiroler Künstlerin aus 90 von sich gemachten Standbildern montiert hat. Das Gesicht ist dasselbe, was wechselt, sind die Frisuren, die Farben des Lippenstifts, die Kleider, die Jahreszeiten, die Hintergründe. Und die Zeit rennt.

Ihre oft aus ungewöhnlichen Perspektiven fotografierten, bisweilen in Spiegelungen verschwimmenden Porträts sind auch die Basis von Bildern, die Groschup ins artdepot gehängt hat. In sie hat die Künstlerin mit gelben, weißen und schwarzen Fäden schemenhaft abstrahierte Figuren bzw. ein von ihr geschriebenes Gedicht gestickt. Da wie dort geht es letztlich um die Auseinandersetzung mit dem Tod, um die Präsenz von leiblich absenten, aber im Herzen weiterlebenden Menschen. Im artdepot zeigt außerdem Martina Tscherni in naturwissenschaftlicher Akribie daherkommende, maßstäblich aufgeblähte Zeichnungen fossiler Urformen. In der Nothburga ist dagegen Elisabeth Melkonyan die Partnerin Groschups, um in ihren Bildern und Objekten direkt auf diese Bezug zu nehmen, als Mensch wie als Künstlerin. (schlo)

Tiroler Tageszeitung, Printausgabe vom Do, 20.09.2012

Ausstellung / exhibition

Ausstellung / exhibition

Ausstellung / exhibition

Ausstellung / exhibition

SCHAMROCK

Festival der Dichterinnen

Freitag, 19. Oktober 2012 Samstag, 20. Oktober 2012 Sonntag, 21. Oktober 2012
Uhr

Dichterinnen aus Genf, München, Wien:
Karin Fellner, Heike Fiedler, Andrea Heuser,
Sabina Lorenz, Tamara Ralis, Marion Steinfellner

Vortrag & Lesung:

Swantje Lichtenstein

Grußwort: Angelika Schulz, 1. Vorsitzende GEDOK
Lesung: Lyrikerinnen der GEDOK

Lesung und Gespräch:
Ilma Rakusa (CH) mit Pia-Elisabeth Leuschner

Performance mit Band:

Lydia Daher & Band

Workshop: Birgit Kempker (CH)

„Den Kopf schütteln und rütteln, die Nüsse auflesen,
knacken, essen, verschenken und pflanzen“

Vortrag: Dr. med. Felizitas Leitner,
„Heilen mit Gedichten“
Anton G. Leitner zeigt Poesie-Clips

Dichterinnen aus Augsburg, Berlin, Köln, München,
Zürich:
Lydia Daher, Ingrid Fichtner, Marle T. Martin,
Birgit Müller-Wieland, Gabriele Trinckler,
Sandra Trojan

Monacensia: Elisabeth Tworek, Vorstellung der Vor-
und Nachlässe von Dichterinnen aus dem Archiv

Dichterinnen aus der Schweiz:
Brigitte Fuchs, Sabina Naef, Leta Semadeni

Lesung und Gespräch:
Dorothea Grünzweig (FIN) mit Verena Nolte

Lesung und Gespräch:
Ruth Klüger (USA) mit Rachel Salamander

Dichterinnen aus Berlin, Duisburg, Leipzig:
Tanja Dückers, Martina Hefter, Ursula Teicher-Maier

Performance mit Band:

Augusta Laar & Kunst oder Unfall

Workshop: Birgit Kempker (CH)

„Den Kopf schütteln und rütteln, die Nüsse auflesen,
knacken, essen, verschenken und pflanzen“

Dichterinnen aus München:

Sarah Ines, Katharina Ponnier, Barbara Yurtdas

Schule für Dichtung Wien, Vorstellung und
Gespräch: Harriet Nachtmann
Lesung: Carina Nekolny, Judith Nika Pfeifer

Dichterinnen aus München:
Ursula Haas, Alma Larsen, Asta Scheib

Performance mit Band: Beißponymit Stephanie Müller & Laura Theis

Dichterinnen aus Berlin, Esslingen, Innsbruck,
Meran, Wien:
Anna Breitenbach, Sabine Gruber, Christine Huber,
Barbara Hundegger, Ingeborg Middendorf

Vortrag, Lesung, Gespräch:
Birgit Kempker (CH) mit Katrin Schuster

Abschlusslesung:
Marlene Streeruwitz (A)

Foyer / Lounge: Kunst-/ Textinstallation Sabine Groschup „Seefrau lass das Träumen und träume …“ (19. bis 21. Oktober)Logo Festival

 

Text / text

Hier also treffen wir uns

weit, weit die Fläche

schachtelt sich

im Inneren des leeren

Holzschrankes wächst

ein ganzes Schigebiet heraus.

Also hier treffen wir uns.

Ich will morgen, Du bist jetzt da

Hier treffen wir uns

Sei nicht traurig

Sei nicht traurig

Hier bist Du tief vergraben, tief verwurzelt

Tief, tiefer

Seelen,

Seelchen, hier also bist Du

Tiefer, tiefer geht es nicht

Weint nicht das Seelchen

tiefer, tiefer im Herzgeflecht

poch, poch

Also hier bist Du.

Fotografie / photography

Foto, Sabine Groschup, 2012

Mehr Fotos auf: flickr.com

 

Ausstellung / exhibition

Museum der Moderne > Ausstellungen > Aktuell >

John Cage, Schriftzug von John Cage für die Ausstellung "John Cage und..."; John Cage, Where R = Ryoanji 13 R/10 – 5/87, 1987, Bleistift auf Papier, Privatsammlung, © 2012 The John Cage Trust, New York, Foto: Hubert Auer; 

John Cage, Schriftzug von John Cage für die Ausstellung „John Cage und…“; John Cage, Where R = Ryoanji 13 R/10 – 5/87, 1987, Bleistift auf Papier, Privatsammlung, © 2012 The John Cage Trust, New York, Foto: Hubert Auer;

John Cage und …

Bildender Künstler – Einflüsse, Anregungen

Der 100. Geburtstag Philosophen, Literaten und Denkers John Cage wird heuer weltweit von zahlreichen Institutionen begangen. Das mit der Akademie der Künste, Berlin, konzipierten Ausstellung den Akzent auf das bildkünstlerische Schaffen des für die Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts so einflussreichen „Allrounders“.

Trotz des bekannten Einflusses und der Hochachtung zahlreicher Zeitgenossen und KünstlerInnen jüngerer Generationen vor John Cage (1912-1992) sind seine Werke als bildender Künstler und sein Einfluss auf die bildende Kunst weitaus weniger bekannt als seine Musik. Die Ausstellung im nicht nur den bekannten Einfluss Cages, sondern insbesondere sein visuelles Werk im Kontext der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Sie wirft einen neuen Blick auf den Einfluss der europäischen Moderne auf Cage ebenso wie auf die gegenseitigen Anregungen von ihm maßgeblich beeinflusster KünstlerInnen über die Fluxus-Bewegung hinaus. Vereint werden medien- und klangkünstlerische Werke genauso wie Arbeiten auf Papier und Partituren von John Cage seit den 1930er Jahren mit Arbeiten seiner Anreger und Freunde – Marcel Duchamp, Richard Buckminster Fuller, Morris Graves, Nam June Paik, Robert Rauschenberg, Mark Tobey u.v.a.m. – und stellt damit kulturelle Wechselbeziehungen neu zur Diskussion, wie das Verhältnis zu Asien, Zen und White Writing (Mark Tobey), zur europäischen Kunst und Synästhesie, gleichermaßen wie zu Happening, Fluxus, Zero und zur Conceptual Art.

Ein besonderes Augenmerk liegt erstmals auf der Verbindung zwischen Cages bildkünstlerischer Entwicklung und den Aufbrüchen der klassischen Moderne in Europa, die er – kaum bekannt – aufmerksam verfolgt hat. Bereits als 22-jähriger erwarb er ein Bild von Alexej Jawlensky – mit einer Anzahlung von einem US Dollar! – und organisierte 1939 Ausstellungen von Paul Klee, Wassily Kandinsky und Jawlensky – drei Künstlern der „Blue Four“, die ihm durch die deutschstämmige Kunstvermittlerin Galka Scheyer bekannt geworden waren Zentrale Werke von Jawlensky, Klee, László Moholy-Nagy sowie Anni und Josef Albers beleuchten die anregenden Impulse, die Cage durch die klassische Moderne und Künstlerkollegen während seiner Lehrtätigkeit an der „Chicago School of Design“ und am „Black Mountain College“ in North Carolina empfing.