Sabine Groschup

Ausstellung / exhibition

Filmvorführung / screening

LIVING COLLECTION

UND WENN SIE NICHT GESTORBEN SIND, … (MÄRCHEN FÜR ERWACHSENE)

REGIE:
DIVERSE
JAHR:
1968–2015
LAND:
A
XXX!:
REGIE:
DIETMAR BREHM
JAHR:
2011
LÄNGE:
8 MIN
FORMAT:
FARBE, BETA-SP
FASSUNG:
OHNE DIALOG
GUGUG:
REGIE:
SABINE GROSCHUP
LAND:
2006
LÄNGE:
6 MIN
FORMAT:
FARBE, 35MM
FASSUNG:
DEUTSCHE ORIGINALFASSUNG
GUTES ENDE:
REGIE:
FRIEDL VOM GRÖLLER
JAHR:
2011
LÄNGE:
3 MIN
FORMAT:
S/W, 16MM
FASSUNG:
STUMM
18/68 VENECIA KAPUTT:
REGIE:
KURT KREN
JAHR:
1968
LÄNGE:
22 SEK
FORMAT:
S/W, 16MM
FASSUNG:
STUMM
SW-NÖ 04:
REGIE:
BARBARA MUSIL/KAROLINA SZMIT
JAHR:
2004
LÄNGE:
10 MIN
FORMAT:
FARBE, DIGITAL
FASSUNG:
DEUTSCHE ORIGINALFASSUNG MIT ENGLISCHEN UNTERTITELN
ET IN ARCADIA EGO:
REGIE:
KERSTIN CMELKA
JAHR:
2001
LAND:
A/D
LÄNGE:
3 MIN
FORMAT:
FARBE, 16MM
FASSUNG:
OHNE DIALOG
POWDER PLACENTA:
REGIE:
KATRINA DASCHNER
JAHR:
2015
LÄNGE:
9 MIN
FORMAT:
FARBE, DCP
FASSUNG:
OHNE DIALOG
DIE LIEBENDEN:
REGIE:
JOHANNES HAMMEL
JAHR:
2004
LÄNGE:
7 MIN
FORMAT:
FARBE, DIGITAL
FASSUNG:
OHNE DIALOG
HAPPY END:
REGIE:
PETER TSCHERKASSY
JAHR:
1996
LÄNGE:
11 MIN
FORMAT:
FARBE, 35MM
FASSUNG:
OHNE DIALOG
GESAMTLÄNGE:
57:22 MIN

Mo 17.10. 19:00

ORT:
METRO KINOKULTURHAUS, HISTORISCHER SAAL
Programm und Einführung: Charlotte Beisenherz, Anna Häupl, Magdalena Mair, Gabriella Vincze-Baba (Studierende an der Kunstuni Linz, BA Kulturwissenschaften, Lehrveranstaltung Labor Film)

Märchen sind ein vielschichtiges Medium, sie vermitteln Botschaften auf bewusster und unbewusster Ebene. So werden sie, je nach persönlichem Hintergrund der BetrachterInnen, anders wahrgenommen und verstanden. In bildhafter, fantasievoller Sprache stellen Märchenfiguren oft Zustände, Gefühle oder andere Kräfte des menschlichen Daseins dar, die den Aspekt dessen, was wahr ist, in aktuellen Kontexten lesbar werden lassen. Das Märchen für Erwachsene als Zentrum des Programms eröffnet einen Reflexionsraum, in dem die Ich-Wahrnehmung und versteckte Mechanismen innerhalb eines (politischen und kulturellen) Systems anhand von bestehenden Wertesystemen und Moralvorstellungen analysiert und interpretiert werden können. Die einzelnen Werke aus der Zusammenstellung Und wenn sie nicht gestorben sind, … entstammen nicht explizit dem Genre des Märchens, doch lassen sich in jedem der Filme Attribute davon entdecken.

Ausstellung / exhibiton

Highlights – kunstaspekte
https://kunstaspekte.art

 

 

täglich empfohlene ausstellungen

posted 14. Jul 2022

Sabine Groschup – DER DOPPELTE (T)RAUM

29. Jun 202209. Oct 2022

tim Augsburg

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ausstellung

Sabine Groschup – DER DOPPELTE (T)RAUM

29. Jun 2022 09. Oct 2022

tim Augsburg

Provinostraße 46
86153 Augsburg

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künstler / beteiligte/r

direktor

pressemitteilung

29.06.2022 – 09.10.2022

Sabine Groschup – DER DOPPELTE (T)RAUM

Das tim bildet die große Bühne für Arbeiten der aus Innsbruck stammenden österreichischen Künstlerin, Filmemacherin und Autorin Sabine Groschup. Und dies im wahrsten Sinne des Wortes. Groschup hat den mehr als 1.000 Quadratmeter großen Ausstellungsraum des Museums mit seiner beeindruckenden, großfenstrigen Fassade und seinen historischen Stahlsäulen in ein surreales Szenario verwandelt. Sechs jeweils zwölf Meter lange, auf den Webmaschinen im tim hergestellte Stoffbahnen, dienen dabei als Bildträger. Darauf spiegelt Groschup die realen Fensterfronten auf beiden Seiten der einstigen Fabrikhalle und verdoppelt damit auf faszinierende Weise den Ausstellungsraum. Sabine Groschup, eine Schülerin der bedeutenden österreichischen Künstlerin Maria Lassnig, komplettiert die Kulisse durch sieben geheimnisvolle hölzerne Türme. Gekonnt spielt sie durch leicht verschobene Perspektiven der Bauwerke mit den Sehgewohnheiten der Besucher innen und Besucher. Jederzeit schlägt die entworfene Raumbühne in eine Traumbühne um. Dadurch setzt sich ein spannungsreiches Wechselspiel von Realität und Traum in Gang, das gleichzeitig das Zentrum des künstlerischen Schaffens von Groschup darstellt. Ihre Arbeiten umfassen die verschiedensten künstlerischen Gattungen. Diese reichen von Malerei, Textilkunst und filmischem Schaffen über plastische Arbeiten, Literatur und Fotografie hin zu Raum-, Video- und Klanginstallationen.



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Rezension / review

AZ_Feuilleton_050722

Ausstellung / exhibition

23.6. - 25.9.2022
Ausstellung, Obergeschoß

1503.

Mitgliederausstellung

Kuratiert von Georg Schöllhammer und Fanny Hauser in Zusammenarbeit mit Johannes Porsch

Das Künstlerhaus ist eine der ersten „artist-run institutions“ des deutschsprachigen Raums. Die „Genossenschaft der bildenden Künstler im Künstlerhaus“, aus der später die „Gesellschaft der bildenden Künstler im Künstlerhaus“ hervorging, agiert seit ihrer Gründung 1861 ohne Unterbrechung als genreinklusive Vereinigung. Die von Georg Schöllhammer und Fanny Hauser kuratierte und von Johannes Porsch mitrecherchierte und gestaltete Mitgliederausstellung 2022 konfrontiert die Gegenwart des Hauses mit seiner vielgestaltigen Vergangenheit, in der sich die Aufbrüche, Konflikte und antagonistische Strömungen der österreichischen visuellen Künste paradigmatisch abbilden.

Sie hinterfragt dabei die Gemeinplatz gewordene Dichotomie zwischen den 1897 im Eklat aus dem Verein ausgetretenen „avantgardistischen“ Secessionisten und dem inklusiv agierenden und daher oft als konservativ apostrophierten Künstlerhaus mit dessen Geschichte und Gegenwart, um das komplexe Gewebe paralleler ästhetischer Praxen, kunstpolitischer Handlungsfelder und Auseinandersetzungen sowie sozialer Ein- und Ausschlüsse anhand exemplarischer Werke, Motive und Debatten, die das Künstlerhaus bestimmten zu rekonstruieren und zu re-kontextualisieren.

„Künstlerhaus“ meint in Wien aber nicht nur die Künstler*innengesellschaft, sondern auch den von August Weber entworfenen Ringstraßenbau am Karlsplatz, dessen Bau-, Umbau- und Ausstellungsgeschichte eine weitere Folie der Schau und des von Johannes Porsch entwickelten Displays der 1503. Ausstellung bildet. In dieser Geschichte sind Moden und Formen des jeweils dominierenden Zeitgeschmackes eng verwoben und haben  ihre Ästhetiken eingeschrieben, wobei jedoch gerade letztere oft auch in Widerspruch zu den künstlerischen und gesellschaftlichen Positionen der Vereinigung stand.

In dialogischen Konstellationen von aktuellen und historischen Positionen aus Malerei, Grafik, Skulptur, Fotografie, Film, Szenografie und Architektur und begleitet von ausgewählten Archivalien aus der Institutions- und Ausstellungsgeschichte des Künstlerhauses sollen sich in der Ausstellung historische Gemengelagen mit den rezenten Debatten der Gegenwartskunst verwickeln und damit für letztere anschlussfähig werden.

Eine intensive Archiv- und Atelierrecherche im Vorfeld der Schau galt den dabei neben renommierten auch verdrängten, vergessenen und zu Unrecht unterbelichteten Künstler*innen und der Geschichte von Frauen in der Vereinigung. Die Blickverschiebungen und oft unerwarteten Bezugsachsen, welche sich dabei aus der Vielschichtigkeit und Diversität künstlerischer Haltungen und Arbeitsweisen der Mitglieder und ihrer ästhetischen, politischen und sozialen Verortung entfalten, bilden den Subtext dieser Ausstellung.

Recherche und Ausstellung dokumentiert eine Publikation gleichen Titels. Für die Gestaltung ihres – von Buch zu Buch variierenden – Schutzumschlages wurden alle aktiven Mitglieder der Künstlergesellschaft eingeladen ein Sujet aus ihrer Arbeit zur Verfügung zu stellen. Damit wird die Publikation selbst zum Ausstellungsort, welcher die Vielfalt der im Künstlerhaus heute versammelten ästhetischen Praxen abbildet.

Künstler*innen: Friedrich von Amerling, Gudrun Baudisch-Wittke, Peter Benedek, Ernst Beranek, Fritz Bergler, Christa Biedermann, Arik Brauer, Ruth Brauner, Kurt Brazda, Dietmar Brehm, Martin Bruch, Theres Cassini, Eduard Charlemont, Eva Choung-Fux, Miloslav Cicvárek, Alfred Czerny, Die Damen, Margret Dieberger-Wenzel-Jelinek, Leslie de Melo, Inge Dick, Josef Dobrowsky, Christian Eder, Fria Elfen, Michael Endlicher, Tino Erben, Mathilde Esch, Karlheinz Essl, Anselm Feuerbach, Ben G. Fodor, Herbert W. Franke, Adolf Frohner, Robert Fuchs, Remigius Geyling, Barbara Graf, Sabine Groschup, Harald Grünauer, Susanne Guzei-Taschner, Heinrich Tahedl, Albert Paris Gütersloh, Evelyn Gyrcizka, Christian Helbock, Monika Hubmann, Isolde Jurina, Robert Kabas, Gerhard Kaiser, Felix Kalmar, Franz Katzgraber-Kagra, Kitty Kino, Evelin Klein, Käthe Kollwitz, Walter Kölbl, Friedrich König, Martina Kudláček, Holger Lang, Bertold Löffler, Anestis Logothetis, Karin Mack, Hans Makart, Fritz Maierhofer, Gerda Matejka-Felden, Hans Mayr, Claus Mayrhofer Barabbas, Georg Jerzy Merkel, Leopold Metzenbauer, Josef Mikl, Rudi Molacek, Constance Murdock, Robert Newald, Kurt Ohnesorg, Ingrid Opitz, Heide Pils, Herbert Pasiecznyk, Carl Theodor von Piloty, Emil Pirchan, Michael Powolny, Lois Pregartbauer, Tanja Prušnik, Willy Puchner, Eva S. Pusztai, Ferry Radax, Reinhold Rebhandl, Marie Rosenthal-Hatschek, Martina Reinhart, Anton Romako, Karl Rössing, Beate Schachinger, Josef Schagerl, Hilda Jesser-Schmid, JE Schumi, Stefan Schwartz, Edda Seidl-Reiter, Hubert Sielecki, Fritz Silberbauer, Gerhard Wind , Wolfgang Stifter, Oswald Stimm, Robert Streit, Heinrich Sussmann, Richard Teschner, Elsa Olivia Urbach, Eduard Veith, Linde Waber, Walter Weer, Sabine Weiger, Natalia Weiss, Fridolin Welte, Ferdinand Welz, Jana Wisniewski, Luise Wolf-Stepanik, Theodor Zasche, Hedwig zum Tobel, u.a.

 

Filmvorführung / screening

Anlässlich der 1503. Mitgliederausstellung der Künstlerhaus Vereinigung, die am 22. Juni eröffnet wird, zeigt das FREIE KINO ein Programm aus Filmen von Mitgliedern der Künstlerhaus Vereinigung, der Gesellschaft bildender Künstlerinnen und Künstler Österreichs.

Kuratiert von Martina Tritthart und Holger Lang.

Programm:
Hubert Sielecki | ÖH Kultur | Österreich | 1990er Jahre | 0:17 min
Anfang der 90er-Jahre entstanden war „ÖH Kultur“ eine Auftragsarbeit der ÖH. Paul Braunsteiner hat die Bilder gezeichnet und gemalt. Musik und Schnitt sind von Hubert Sielecki.

Luise Buisman und Hubert Sielecki | Recycling | Österreich | 1997 | 1:49 min
Luise Buisman fuhr 1997 im Wohnmobil quer durch Europa. Auf einem einfachen Leuchtpult, damals noch ohne Solar Paneele, zeichnete sie die Einzelbilder für ihren Film. Produktion, Kamera, Schnitt von Hubert Sielecki.

Evelyn Kreinecker | sensus | Österreich | 2019 | 3:33 min
Eine klassische Studie der Hand, gezeichnet mit Kohle auf Leinwand, kommt in Bewegung. Es ist ein Nachdenken und Staunen über das, was wir spüren, fühlen, begreifen, tun und gestalten können und darüber, wer wir sind. Ein ruhiger und zugleich berührender Film, der viel Raum lässt, den eigenen Gedanken nachzuspüren, in gewisser Weise archaisch aber auch ästhetisch und virtuos.

Evelin Stermitz | The Magic Mirror sees Black and White | Österreich | 2019 | 4:14 min
Spiegel werden seit langem mit weiblichem Wissen und weiblicher Macht in Verbindung gebracht, und Spiegel können fruchtbar verwendet werden, um darüber nachzudenken, wie das Phantastische alltägliche Erfahrungen darstellt und darauf reagiert. Die Zentralität des magischen Spiegels ermöglicht es, das verdoppelte, geteilte oder multiplizierte Selbst, das die psychologischen Erfahrungen von Frauen widerspiegelt, vollständig darzustellen. (Aus Veronica Shanoes, Fairy Tales, Myth, and Psychoanalytic Theory: Feminism and retelling the Tales.)

Sabine Groschup | Gugug | Österreich | 2006 | 6:23 min
1999, zwei Jahre bevor sie starb, erzählte meine Großmutter Olga meiner Familie und mir Geschichten aus ihrem Leben als junges Mädchen und Frau auf dem Land in Tirol um 1920. Zwei dieser Geschichten sind animiert in „Gugug“.
In der ersten Geschichte spricht Olga über ihre Ahnungslosigkeit gegenüber dem Kinderbekommen. Der zweite Teil handelt vom Kinderkriegen und vom Kindstod und Tod und den Lebensbedingungen rundherum.

Adele Razkövi | Auf dem Grund des Wäschekorbs | Österreich | 2021 | 7 min
Adele Razkövis Kurzfilm nähert sich einem Alltagsmythos – dem leeren Wäschekorb. Ausgehend von der dokumentarischen, höchstwahrscheinlich autobiografischen, und auf alle Fälle philosophischen Fragestellung, was sich auf dem Grund des Wäschekorbes verbergen könnte, wenn er denn je einmal erreicht wäre, setzt die Protagonistin zum Sprung an. Zum Sprung in die vermeintliche Leere, die sich als Explosion von Farben, Materialien, Tönen entpuppt. (Auszug „Christina Wintersteiger“)

Ingrid Gaier | Originale in Kiste bei Sitzbank | Österreich | 2022 | 4 min  
Lucia Kellner ist langjähriges Ehrenmitglied des Künstlerhauses, sie ist Malerin und Poetin in Wort und Bild. Anlässlich ihres 90. Geburtstages verfasste Ingrid Gaier zur Würdigung ihrer Kunst und ihrer Persönlichkeit ein Animationsfilmprotrait.

Marissa Wedenig | Through half closed eyes | Österreich | 2014 | 4:21 min
„Through half closed eyes“ ist inspiriert von Alltagshandlungen, die durch ihre tägliche Routine oft in Vergessenheit geraten. Wie ist man eigentlich in die Arbeit gekommen? Welchen Weg habe ich genommen? Bin ich gelaufen, gefahren, geflogen? Man erlebt eine Art tägliche Amnesie, eine Erinnerungslücke. Der Film nimmt sich vor, diese Erinnerungslücken näher zu beobachten und interpretiert diese flüchtigen Gedanken und wie uns Dinge auf täglichen Pfaden beeinflussen.

Giga Chkheidze (Text: Sigrun Höllrigl) | Metro | Österreich | 2021 | 4:57 min
Paris, der Ort der Verliebten, ist diesmal Fluchtort nach der Trennung. Die Erinnerungen an den Partner schieben sich im Gedicht in einem Bewusstseinsstrom zwischen die Stadt, die Vergangenheit der Stadt, das erzählende Ich und das Jetzt. Diese subjektive biographische Emotion wird durch die Verfilmung eine experimentelle, abstrakte filmische Bildsprache übersetzt, sodass es letztlich universell um das Thema Übergänge/Transitions geht. Der experimentelle Film handelt vom Übergang ins Unterbewusstsein, ein Eintauchen in die Unterwelt auf der Suche nach Stille, Essenz, Tiefe und innerem Frieden.

Werner Julius Chromecek | Leave(s ) | Österreich | 2021 | 1:25 min
Aus wachsendem inneren Widerstand gegen den Umgang des Menschen mit der Natur und beeindruckt von der Wehrhaftigkeit derselben entstand der Film “Leaves“: ein Stop-Motion-Video von rund anderthalb Minuten Länge, in dem Blätter nicht passiv herabfallen, sondern wie Kampfflieger angreifen, unterlegt von schrillen rhythmischen Tönen aus der Bassklarinette des Künstlers.

Mersolis Schöne | Liebe-Eine Gedächtnisskulptur | Österreich | 2019 | 3:52 min
Entwürfe einer Architektur des skulpturalen Gedächtnisses: Abstrakte Spuren, geräuschvolles Gewebe; unscharfe Traumsymbole; überlagernde dialogische Sphären; springende Details des Widerstands; fließende Momente der Neuausrichtung; pulsierende Zusammengehörigkeit der Klarheit; verdichtete und erstarrte Klänge; fragmentierte Sprache.
Klang und Komposition: Katharina Klement.

Christina Werner | Dance, dance, dance | Österreich | 2019 | 7:16 min
Im Wiener George-Washington-Hof inszeniert, entstand das Performancevideo “Dance, Dance, Dance“  (2019) aus einer vielfältigen Recherche, die mit der Geschichte und dem Namen des Gebäudes begann. Während ihr Schwerpunkt auf der Bauzeit, der gleichzeitig stattfindenden Arbeiter*innenbewegung der Stadt und auf der Umwandlung der Gegend in ein Geschäftsviertel lag, erfuhr Werner auch von George Washingtons Liebe zum Tanz. (…) Das Stück überzeugt aufgrund seiner absichtlichen Unvollkommenheiten, wie etwa die kleinen Abweichungen in den Bewegungen und im Zeitablauf der Tänzerinnen, die wirken, als würden sie sich bewusst der Idee einer einheitlichen Gruppe widersetzen. Angesichts des aktuellen politischen Klimas birgt das Beobachten dieser unterschiedlichen Bewegungen und Körper eine Art von Trost – wie Gesten des Widerstands oder das Auffinden von etwas verloren Geglaubtem. (Sabrina Mandanici)

Wechselstrom | Liquid Pool | Österreich | 2020 | 6:31 min
“LIQUID POOL“ ist ein experimentelles Musikvideo über das Wiener „Kongrassbad“. Die Musik wurde von einem analogen Sequenzer im Zusammenspiel mit einem analogen Synthesizer erzeugt. Alle elektrischen Spannungen, welche die Musik erzeugte, wurden durch Wasser geleitet, so dass zusätzlich zu Kondensatoren, Widerständen und Transistoren, Wasser als äquivalente elektrische Komponente in den Stromkreis eingebunden war. Das gleiche Prinzip wurde genommen, um den Videostream zu modulieren. Dies ermöglichte schnelle, extrem lebhafte und manchmal chaotische Bild- und Musiksequenzen. “LIQUID POOL“ zeigt das Thema Wasser auf eine Weise, die fast physisch greifbar ist. Es scheint, dass der Bildstrom sich selbst verflüssigt und dadurch den  Betrachter*in ermutigt, in den Film einzudringen.

Michael Endlicher | I have to believe | Österreich | 2020 | 2:40 min
Endlicher schreibt Litaneien, wie er seine teils autobiografischen, teils gesellschaftskritischen Textstücke nennt, die er für seine Videos und Performances verwendet. Das Bild des Künstlers, das sich in diesen Arbeiten manifestiert, ist verletzlich. Das auf den ersten Blick oft provozierende „grain of the voice“ (Barthes) macht in seinem körperlichen Ausdruck die Zerbrechlichkeit und Ahnungslosigkeit angesichts der Frage spürbar, was es bedeuten und bewirken dürfe, Künstler zu sein.

Ina Loitzl | Cutout Monkey | Österreich | 2021 | 4:45 min
Mit der Aktion „Cutout Monkey“ will Loitzl die Aufmerksamkeit auf die oft schwierigen Lebensumstände von Kunstschaffenden lenken. „Viele Künstler haben zwischen drei bis fünf Nebenjobs, damit sie sich finanzieren können“, so die Künstlerin zu „Heute“. Für Frauen sei es in der Kunst oft noch schwerer, denn wesentlich mehr Werke von Männern werden tatsächlich ausgestellt.
Ein weiterer Grund für den „Affenzirkus“ ist für Loitzl auch der Zoo-Aspekt. „Wenn ich arbeite, sehen mir Leute zu. Das ist schon ein bisschen wie im Zoo. Damit will ich auch zeigen, wie sehr Künstler in ihrer Tätigkeit der öffentlichen Kritik ausgesetzt sind“. (Auszug aus HEUTE, Helmut Graf)

 

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