Sabine Groschup

Ausstellung / exhibition

Programm 2017

DIE NEUEN

Foto- und Medienkunstarbeiten von FLUSS Mitgliedern

Ausstellung| 10. 06. 2017 – 07. 07. 2017

Ort: Fotoforum Innsbruck, Adolf-Pichler-Platz 8, 6020 Innsbruck
Öffnungszeiten: Di – Fr 15 – 19, Sa 10 – 13

Eröffnung: 9.6.2017 um 18:30 Uhr
KuratorIn: alien productions

FLUSS zählt mittlerweile über 80 Mitglieder. Jährlich wird über die Aufnahme neuer Mitglieder entschieden, die sich entweder selbst bewerben, oder vorgeschlagen werden. Diese, sowohl junge aufstrebende als auch bereits arrivierte KünstlerInnen, decken ein breites Spektrum aktueller foto- und medienkünstlerischer Praxis ab.In unregelmäßigen Abständenpräsentiert FLUSS die Neuzugänge in einer Ausstellung mit dem Titel „Die Neuen“. Eine Ausstellung, die sozusagen „in die Zukunft“ weist: Aktuelle Arbeiten dieser KünstlerInnen sollen und werden die Diskussionsgrundlage des Kurses von FLUSS für die nächsten Jahre bilden. Die letzte Selbstdarstellung von FLUSS („FLUSS | fündundzwanzig“) fand 2014 anlässlich des 25. Bestandsjubiläums des Vereins statt. Seitdem sind 14 neue Mitglieder aufgenommen worden. Höchste Zeit für ein Update. Diese Ausstellung wird gemeinsam mit dem FOTOFORUM realisiert und auch in dessen Räumlichkeiten in Innsbruck gezeigt.

Künstler/-innen:

Jana Wisniewski

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Didi Sattmann

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Joerg Burger

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Helmut Steinecker

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Sabine Groschup

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Nationalität: Austria

sabinegroschup.at/

Die gebürtige Tirolerin Sabine Groschup ist eine der vielseitigsten Künstlerinnen Österreichs.
Von Maria Lassnig an der Universität für angewandte Kunst Wien ausgebildet, arbeitet sie als bildende Künstlerin gattungsübergreifend und ist mit Malerei, Videokunst, Installationen und künstlerischer Fotografie international präsent. Als Filmemacherin und Drehbuchautorin zählt sie zu den renommiertesten Vertreterinnen des künstlerischen Animationsfilms, realisiert aber auch Experimentalfilme und Dokumentationen. Als Schriftstellerin wiederum ist sie zuallererst fiktionale Erzählerin, aber auch Lyrikerin.
Groschup debütierte 2005 mit dem Roman Alicia und die Geister, begleitet von einem korrespondierenden Band mit Interviews. 2008 erschien der Kriminalroman Teufels Küche auf den 2009 Tim und die Blumen folgte. 2010 publizierte sie nach mehrjähriger Forschung als Mitherausgeberin das Standardwerk Die Kunst des Einzelbilds. Animation in Österreich – 1832 bis heute. Mit JC{639}) erschien 2013 ihre lang geplante filmische Hommage an John Cages ORGAN2/ASLSP in Halberstadt als DVD mit umfangreichem Leseheft.
Aktuell widmet sich die Künstlerin, neben der Arbeit an einem neuen Roman und einem Trickfilm, vermehrt der Fotografie und der Lyrik, die sie assoziativ oder konkret in ihr bildnerisches Werk einbezieht.
Sabine Groschup wurde 2012 für ihr künstlerisches Schaffen mit dem Preis der Landeshauptstadt Innsbruck ausgezeichnet. Dort wurde sie am 12. September 1959 geboren. Sie lebt und arbeitet in Wien und in Berlin.

Foto: Sabine Groschup, Hattorf am Harz, 9.7.2011, Digitaler Silber Gelatine Print, 55 x 40 cm, Courtesy die Künstlerin

 

Christiane Spatt

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Matthias Meinharter

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Karin Maria Pfeifer

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Christoff Wiesinger

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Eva Maria Raab

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Maria Hanl

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Michaela Bruckmüller

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Ines Lechleitner

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David Kurz

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Rezension / review

Rezension / review

Ausstellung / exhibition

Buchpräsentation / book launch

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PRÄSENTATION
Kunst im öffentlichen Raum Tirol 2007 – 2014
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Ein Lesebuch über 24 Kunst-im-öffentlichen-Raum-Projekte
Maria Anwander, Ruben Aubrecht, Klaus Auderer, Alfredo Barsuglia, Ursula Beiler, casati (Simon Oberhammer, Alexander Pfanzelt), Department für öffentliche Erscheinungen (Peter Boerboom, Gabriele Obermaier, Carola Vogt, Silke Witzsch), Werner Feiersinger, Robert Fleischanderl, Robert Gander / Günter Richard Wett, Sabine Groschup, Lois Hechenblaikner, Michael Hieslmair / Michael Zinganel, Christoph Hinterhuber, knowbotiq (Yvonne Wilhelm, Christian Huebler), kozek hörlonski (Thomas Hörl, Peter Kozek) + SirMeisi (Ruby Sircar, Wolfgang Meisinger), Nabila Irshaid, Andrea Lüth, Lucas Norer / Doris Prlić, plattform kunst~öffentlichkeit (Andrea Baumann, Christopher Grüner, Michaela Niederkircher, Robert Pfurtscheller, Christine S. Prantauer, Jeannot Schwartz), Phillipp Preuss, Christian Rupp, Richard Schwarz, Wolfgang Tragseiler

Liebe Mitglieder,

wir laden Euch/Sie und Ihre FreundInnen herzlich zur Präsentation der Publikation „Kunst im öffentlichen Raum Tirol 2007 – 2014“, am Freitag, 20. Jänner 2017 um 18.00 in den Kunstpavillon der Tiroler Künstler*schaft, Rennweg 8a, Innsbruck, ein.

Im Zuge der Präsentation findet die Tirolpremiere des Films
Medicine Mountain – Learn to Love in Seven Days II
von kozek hörlonski + Sir Meisi, Kunst im öffentlichen Raum Tirol, 2011, statt.

Performer_innen: koezek hörlonski + Sir Meisi, Andreas Erstling
Kamera: Lisa Truttmann
Länge: 41,39 min

Die Publikation bildet den Zeitraum von 2007 bis 2014 (Juryauswahl) ab und stellt 24 Projekte vor, die auf unterschiedlichste Weise mit dem öffentlichen Raum und seinen NutzerInnen interagieren.
Anhand von Interviews mit den KünstlerInnen, wird die Überblickspublikation zu einem Lesebuch, das nicht nur Auskunft über die realisierten Projekte gibt, sondern auch verschiedene künstlerische Herangehensweisen aufzeigt und die Bedeutung von Kunst im öffentlichen Raum in vielen Facetten hervorhebt. Die/der LeserIn erfährt, was KünstlerInnen am öffentlichen Raum interessiert, mit welchen Herausforderungen und Problemen sie mitunter konfrontiert sind, welchen Vorurteilen sie begegnen und welche Vorteile das künstlerische Arbeiten und Handeln in der breiten Öffentlichkeit hat.
Mit freundlichen Grüßen
Das Team der Tiroler Künstler*schaft

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Tiroler Künstler*schaft
Rennweg 8a, A-6020 Innsbruck
Tel. +43(0)512-581133 (ZVR 302478180)
www.kuenstlerschaft.at

Die KünstlerInnenvereinigung Tiroler Künstler*schaft koordiniert und vermittelt im Auftrag des Landes Tirol die Förderaktion Kunst im öffentlichen Raum Tirol.

www.koer-tirol.at


Ausstellung / exhibition

Ausstellung / exhibition

Kunstankäufe der Stadt Innsbruck 2016 – Teil 2

Hellmut Bruch, Katharina Cibulka, Dieter Fuchs, Robert Gfader, Sabine Groschup, Andrea Lüth,
Barbara Mungenast, Ben Pointeker

Mittwoch | 11. Jänner 2017 | 18.00 Uhr
Galerie im Andechshof  | Innrain 1

KATALOGPRÄSENTATION

Grußworte:

Univ.-Doz.in Dr.in Patrizia Moser
Gemeinderätin und Vorsitzende des Kulturausschusses

Zur Ausstellung sprechen:

Christine S. Prantauer & Dr. Jürgen Tabor
Ankaufsjury 2016

Mi, 25. Jänner, 18.00 Uhr, Eintritt frei
Kunstgespräch zur Ausstellung mit Mag.a Barbara Danzl, Kunsthistorikerin

Ausstellungsdauer: 12. – 29. Jänner 2017
Mittwoch – Freitag 15-19 Uhr
Samstag & Sonntag 15-18 Uhr

Ausstellung / exhibition

Rezension / review

Culture + Arts > Visual Arts

collaboration-work_┬®_sabine_groschup_&_paul_albert_leitner
November 25, 2016

Fotografische Reise ins Selbst: Two Sophisticated Austrian Artists in Self-Portraits

Christine Kofler

Sie: Künstlerin, Filmemacherin, Expertin für Animationsfilme, Drehbuchautorin, Schriftstellerin. Er: Künstler-Fotograf seit über drei Jahrzehnten, der analogen Kamera und dem Selbstporträt zugetan. Der Kurator Georg Weckwerth hat beide, Sabine Groschup und Albert Paul Leitner, für eine Fotoausstellung zusammen gebracht, die derzeit im Kunstraum Cafè Mitterhofer in Innichen zu sehen ist. Sie geht am Samstag, 26. November 2016, zu Ende. Gelegenheit, die Fotos zu sehen, gibt es aber weiterhin: Vom 25. Februar bis zum 1. April 2017 wird “Two Sophisticated Austrian Artists in Self-Portraits” in der Galerie am Polylog in Wörgl in Nordtirol gezeigt, anschließend im Kunstraum Lienz. Im Jahr 2018  ist das Österreichische Kulturforum in Berlin Ausstellungsort. Weitere Stationen sind in Planung. Im Interview erzählt Sabine Groschup von Selfies, Self-awareness und der Intermedialität zwischen Film und Fotografie in ihren Werken.

Während Paul Albert Leitner als klassischer Kunstfotograf gilt, bist Du eine bildende Künstlerin, die mit zahlreichen unterschiedlichen Kunstformen experimentiert. Wie habt ihr für diese Ausstellung zusammen gefunden?

Georg Weckwerth hatte die Idee, zwei extrem unterschiedliche Positionen des künstlerisch-fotografischen Selbstporträts in einer Ausstellung zusammen zu bringen und gleichzeitig gegenüberzustellen. Im Zentrum der Schau steht ergänzend oder als Ausgangspunkt das Collaboration-Work. Es war eine besondere Auseinandersetzung und Aufgabe von Paul Albert und mir, eine Arbeit zu schaffen, wo er in ein Porträt von mir und ich in das Selbstporträt von ihm hinein arbeitete.

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das Selbstporträt. Heute werden so viele Selbstporträts geschossen wie noch nie. Woher kommt die Lust, sich selbst zu fotografieren? Ist das Selfie Selbstvergewisserung?

Im heutigen vom Internet bestimmten Leben ist es für viele Menschen wichtig zu zeigen, dass sie da sind. Das Posing hat sich dabei ins Extreme entwickelt. Bei meinen Selbstporträts geht es eher um “Selbstfindung”. Sicher bin ich durch meine Professorin an der Universität für angewandte Kunst, Maria Lassnig, und deren Selbstporträts beeinflusst. Das “Sich-Darstellen”, aber nicht in der Art des Posings, sondern im Sinne der “Self-awareness”, der Ich-Befragung und Selbstbewusstheit, kommt hier zum Tragen.

ausstellungssujet_two_sophisticated_austrian_artists_in_self-portraits_-®_georg_weckwerth-199x300 (2)Einige Bilder wirken ziemlich surreal, einige aus der Zeit gefallen, auch wegen der Kostüme und der Belichtung. Ein Foto wirkt so, als ob es direkt aus den 60er- oder 70er-Jahren kommt. Nutzt Du die Fotografie als Zeitmaschine?

Das Zeitlose und keiner Zeit zuordenbare finde ich interessant. Fotografie als Zeitmaschine, als “Transmitter” in andere Jahrzehnte, ist eine lustige Idee, die ich so noch nicht hatte.

Wie hast Du die Bilder komponiert? Alles streng durchgeplant – oder auch Platz für Spontanes?

In Paul Albert Leitners Selbstporträts ist tatsächlich alles komponiert und inszeniert. Für ihn sind das richtige Licht, der richtige Ort und die richtige Belichtung wichtig. Für meine Self-awareness-Arbeiten muss ich sofort losschießen. Das Sich-selbst-Entdecken in einem Klopapierrollenhalter, in einer Glaskugel, in den Sonnengläsern anderer setzt Spontanität voraus.

Du bist eine renommierte Vertreterin des künstlerischen Animationsfilms, machst auch Experimental- und Dokumentarfilme. Wie beeinflusst der Film Deine Fotografie?

Auf jeden Fall sehr! Die Ästhetik von Filmen wie „Der Dritte Mann“ oder surreale Animationsfilme der ersten Stunde hinterlassen bei mir sehr großen Eindruck. Teilweise arbeite ich auch filmisch mit Fotos, in Form von Einzelbildfilmen. Das heißt, dass die Fotografie integriert ist, Fotos Inhalt und Bestandteil der bewegten Bilder sind, wie bei meinem Film “Unterwegs”, der aus rund 1000 Digitalfotos besteht, oder wie bei “Ghosts – Nachrichten von Wem”, wo ich über die analogen Fotografien mittels Malerei auf Folie animiert habe.

Fotos: Collaboration Work ® Sabine Groschup & Paul Albert Leitner; Ausstellungssujet “Two Sophisticated Austrian Artists in Self-Portraits” Georg Weckwerth

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